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17.08.2022 10:50 Alter: 4 yrs
Kategorie: Fußball

Haushamer Abwehr als uneinnehmbares Bollwerk

FUSSBALL KREISLIGA - Aufsteiger schlägt FC Real Kreuth mit 3:1 – Clevere Verteidigung als Schlüssel zum Derbysieg


Im Duell: Tachsin Chraloglu (Kreuth l.) und Andreas Schmid (Hausham) Foto: CS

Das Wetter war prächtig und die Kulisse für ein Derby mit 200 Zuschauern toll. Obendrein bekamen die Fans vier Tore zu sehen, allerdings waren die ungleich verteilt: Während die Platzherren des FC Real Kreuth mit hängenden Köpfen vom Platz schlichen, hatten die Gäste der SG Hausham allen Grund zum Jubeln. Sie hatten als Kreisliga-Aufsteiger einen 3:1-Auswärtssieg gefeiert. Dem Spielverlauf nach betrachtet auch vollkommen zurecht.
Dabei hatte es so hoffnungsvoll für die Kreuther begonnen. Moritz Mack kam, von Tobias Frank schön freigespielt, mutterseelenallein aus fünf Metern zum Schuss, semmelte den Ball aber in den zweiten Stock (4.). Damit hatte der FC Real sein Pulver bereits verschossen, denn die Haushamer standen gut organisiert in der Abwehr. Als Kilian Siglreitmaier eine Freistoßvorlage zum 0:1 (39.) nutzte, brannte bei Kreuth Feuer unterm Dach.
Trainer Reiner Leitl reagierte mit Offensivdruck und schickte zu Mack noch Frank in die Spitze. Anfangs schien sich die Maßnahme auszuzahlen. Kreuth war optisch überlegen. Allerdings nur bis zur Strafraumgrenze. Hier stand das Haushamer Bollwerk uneinnehmbar. „Es kamen zu wenig Bälle in der Spitze an“, erklärt Leitl.
Die Entstehung des 0:2 (62.) wollte der Kreuther Trainer nicht kommentieren. Aber alle hatten gesehen, dass der Treffer auf die Kappe des FC-Keepers ging. Toni Franz spielte einen Ball nach vorne, allerdings direkt in den Lauf von Simon Beck. Der SG-Mittelstürmer ließ sich diese Chance nicht entgehen. Als nur zwei Minuten später einem Kreuther Verteidiger ein Fehler im Spielaufbau unterlief, war das Derby entschieden. Siglreitmaier startete in einen vollkommen unnötigen Querpass, lief allein auf den Kreuther Schlussmann zu und schob zum 3:0 (64.) ein. „Ein Standard und zwei unnötige eigene Fehler. Das war es“, bilanzierte Leitl. Dass Tachsin Chraloglu in der Schlussphase noch der Ehrentreffer zum 1:3 (79.) gelang, war nur für die Statistik entscheidend.
„Wir haben clever verteidigt, waren diszipliniert und sowohl läuferisch wie kämpferisch die Besseren. Darum geht der Sieg auch in Ordnung“, so SG-Trainer Stephan Leitner.
Quelle: Miesbacher Merkur vom 17.8.2022