Tischtennis
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18.11.2020 17:06 Alter: 6 yrs
Kategorie: Tischtennis
Kategorie: Tischtennis
Mit Langenwalter zu nie erreichten Höhepunkten
Spartenleiter der SG Hausham nimmt nach 47 Jahren seinen Hut – Freie Zeit für die Familie nutzen

Nach 47 Jahren als Spartenleiter nimmt Josef Langenwalter (M.) seinen Hut. Seine Frau Angelika stellte bei den Neuwahlen ihren Posten als Schriftführerin zur Verfügung. Geehrt wurde auch Hermann Kugel, der über viele Jahre die Talente als Trainer formte. Foto: Privat
Dass die Haushamer Tischtennisspieler seit Jahrzehnten das Aushängeschild des Oberlandes sind, hängt mit mehreren Faktoren zusammen. Einer davon ist die optimale Besetzung des Hauptverantwortlichen, des Spartenleiters. Nun aber ist der Zeitpunkt gekommen, ein neues Kapitel aufzuschlagen: Josef Langenwalter, der die Führung 1973 von Konrad Keßlinger übernommen hatte, nahm seinen Hut. Er blickt auf eine beispiellose Funktionärskarriere über 47 Jahre zurück.
Hans Balk, Keßlinger und Langenwalter – weitere Spartenleiter hat die 1947 gegründete SG-Sparte nicht aufzuweisen. Als 1972 das 25-jährige Bestehen der Abteilung mit einem von 320 Aktiven besuchten Jubiläumsturnier im Gewerkschaftshaus gefeiert wurde, war Langenwalter noch im Planungsstab. Ein Jahr später übernahm der selbstständige Radio- und Fernsehtechniker die alleinige Verantwortung. Es folgten in der Region nie erreichte Höhepunkte. So 1978 der Aufstieg in die Süddeutsche Oberliga, die spätere 2. Bundesliga, 1983 das Stelldichein der chinesischen Nationalmannschaft vor mehr als 1000 Fans in der Landkreissporthalle, und 1987 die Gründung des Internationalen Neujahrsturnier, das noch heute Jahr für Jahr mehr als 500 Spieler an die Schlierach lockt, sowie ein Jahr darauf die Ausrichtung des Bundesranglistenturnier TOP 16. Eine Mammutaufgabe, bei der unter anderem 800 Quadratmeter Glasflächen abzudecken und ebenso viel fernsehgerechter Spezialboden zu verlegen waren. „Ich war immer nur Teil eines funktionierenden Teams“, erklärt Langenwalter, „und das Schöne ist, dass es immer Spaß gemacht hat, etwas auf die Beine zu stellen.“ Nun ist für den gebürtigen Miesbacher, dessen Großvater in der Kreisstadt eine Metzgerei betrieb, der Zeitpunkt gekommen, die frisch hinzugewonnene freie Zeit zu nutzen. „Die Familie ist oft zu kurz gekommen. Da wollen wir jetzt einiges nachholen“, sagt Langenwalter, „und außerdem werde ich komplettes Neuland betreten.“ Er lüftet damit das Geheimnis, dass er Opa wird. Tochter Simone erwartet ihr erstes Baby. Quelle: Miesbacher Merkur vom 18.11.2020