Leichtathletik
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31.07.2022 17:19 Alter: 4 yrs
Kategorie: Leichtathletik

Zeug ist süddeutsche Vize-Meisterin

Silber im Hammerwurf in Ludwigshafen – Bronze im Kugelstoßen Läuferinnen auf dem Podest


Im Hammerwurf lag Sabrina Zeug von der SG Hausham hinter Ihrer jüngsten Bestleistung von 50,96 Metern. Die 46,44 Meter reichten in Ludwigshafen aber für den süddeutschen Vize - Titel. Foto: Ludwig Stuffer

Mit einer Silber- und einer Bronzemedaille bewährte sich die Leichtathletin Sabrina Zeug von der SG Hausham bei den süddeutschen Meisterschaften in Ludwigshafen. „Das waren unsere erfolgreichsten Meisterschaften“, jubelte Trainer Hans Zenzinger. Und das bei „unmenschlichen Verhältnissen“ mit Hitze von 37 Grad, wie er berichtete.
Zweifelsohne ist Sabrina Zeug als Alles-Könnerin im Wurf aktuell erfolgreich unterwegs: Allerorts und bei allen Herausforderungen kehrt sie mit Medaillen nach Hause zurück. Kein Wunder. Die 30-jährige Athletin ist derzeit in zwei Sportarten unterwegs: in der Leichtathletik und im Rasenkraftsport. Und dies jeweils in zwei unterschiedlichen Klassen: bei den Frauen und den Seniorinnen.
Dies heißt in der Leichtathletik, dass sie als Seniorin eine komplette Saison mit einem Höhepunkt bei den deutschen Titelkämpfen absolvieren kann. In der Frauen-Hauptklasse fehlen ihr die Limits für nationale Meisterschaften – ihren Höhepunkt ging sie bei den süddeutschen Meisterschaften in Ludwigshafen an.
Im Hammerwurf galt sie mit ihrer jüngst geschafften Bestleistung von 50,96 Metern sogar als Favoritin, doch die Gesetze bei Meisterschaften sind bekanntlich immer ein wenig anders. So kam Zeug diesmal nicht an ihre Spitzenleistung heran. Bei vier Fehlversuchen schleuderte sie das Vier-Kilogramm-Wurfgerät nur auf 46,44 Meter. Diese Leistung bescherte ihr dennoch den süddeutschen Vize-Titel – ein seltener Erfolg. Gold ging an Gioia Aileen Mazza vom VfL Waiblingen mit 50,55 Metern.
Im Kugelstoßen machte die vielseitige Landkreis-Sportlerin das beste aus ihren Möglichkeiten: Mit 12,90 Metern lieferte sie zwar ihr bislang schwächstes Saison-Resultat ab, doch im Finale reichte es dennoch zur versöhnlichen Bronzemedaille. In der übermächtigen Konkurrenz wurde Yemisi Ogunleye vom MTG Mannheim mit 17,45 Metern neue süddeutsche Meisterin vor ihrer Vereinskameradin Antonia Kinzel (15,34).
Im Diskuswurf stand Zeug ebenfalls im Endkampf: Das Zwei-Kilogramm-Wurfgerät flog auf 42,60 Meter. Damit erreichte sie als beste Sportlerin aus Bayern den fünften Platz. Ihre aktuelle Saison-Bestleistung von 45,62 Metern hätte sie um 61 Zentimeter steigern müssen, um eine Chance auf Bronze wahren zu können. Nicht mehr greifbar war hingegen die Siegerin. Die Mannheimerin Antonia Kinzel holte Gold mit 55,91 Metern.
Im Speerwurf absolvierte Zeug ihren vierten Wettkampf. Als Finalistin war sie die viertbeste Bayerin mit 39,18 Metern und wurde beim Sieg von Emma Wörsdörfer vom TV Elz mit 51,62 Metern Siebte. Eine Medaille wäre hier utopisch gewesen, deshalb war die Finalteilnahme bereits ein Erfolg.
Die Hauptsaison in der Leichtathletik ist damit für Zeug so gut wie vorbei. Erst im September tritt Zeug als Jung-Seniorin der Klasse W 30 noch bei den Deutschen Meisterschaften in Erding an – chancenreich.
Mit drei Podestplätzen bewährten sich die Nachwuchsleichtathletinnen der SG Hausham am letzten Freitag beim fünften Teil des Läufercups in Karlsfeld bei Dachau.
Im 800-Meter-Lauf der weiblichen Jugend U18 gab es einen Haushamer Doppel-Sieg: Sara Decrusch spurtete auf den ersten Platz mit 2:32,89 Minuten. Am Ende verwies sie ihre Trainingspartnerin Luisa Gellhaus auf den zweiten Rang mit 2:48,79 Minuten. Freuen konnte sich Trainerin Barbara Stich auch über Antonia Gellhaus: Im 800 Meter-Rennen der weiblichen U16 erreichte sie als Zweite das Ziel mit 2:33,68 Minuten hinter der süddeutschen Bronze-Gewinnerin Theresa Schmid vom TSV Erding mit 2:22,82 Minuten.
Quelle: Miesbacher Merkur vom 29.7.2022