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< Scherer: „Darauf können wir aufbauen“
17.11.2016 17:02 Alter: 10 yrs
Kategorie: Fußball

Trainerwechsel bei der SG Hausham

Felix Scherer ist nicht mehr Trainer der SG Hausham. Als Spieler bleibt der 25-Jährige dem Verein aber erhalten. Ein Nachfolger steht bereits fest.


Die Landkreis-Mannschaften in der Fußball-Kreisliga 1 sind seit dem Wochenende in der Winterpause. Ins neue Jahr startet die SG Hausham dann mit einem neuen Trainer: Hans Ostner übernimmt, Spielertrainer Felix Scherer bleibt der SG auf dem Platz erhalten.
„Ich habe dem Verein vor vier Wochen mitgeteilt, dass ich spätestens im Sommer aufhören, aber weiterspielen will“, sagt der 25-jährige Scherer. „Mit der Doppelbelastung kann ich mich nicht hundertprozentig auf eine Sache konzentrieren und die Energie richtig einsetzen.“ Haushams Sportlicher Leiter Hubert Holzner machte sich umgehend auf die Suche nach einem Nachfolger und wurde in Ostner fündig. Der 54-Jährige hatte im August seinen Posten beim SV Bayrischzell aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt (wir berichteten) und war somit verfügbar. „Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass wir sofort den Cut machen. Dann hat der neue Trainer mehr Zeit, die Mannschaft besser kennenzulernen“, sagt Scherer.
Damit hat Ostner bereits angefangen: Am Dienstagabend wurde der Bayrischzeller in der Spielersitzung vorgestellt. Gesundheitlich geht es ihm mittlerweile wieder gut. „Ich arbeite im Medical Park, da bin ich in den besten Händen“, sagt er. „Ich bin absolut fit und voller Tatendrang.“ Ostner spielte 30 Jahre lang für die SG Hausham. „Dann habe ich nach Bayrischzell geheiratet.“ Er war bereits Jugendtrainer in Hausham, ehe er 2014 in Bayrischzell die Erste Mannschaft übernahm. Mit dem Aufstieg in die Kreisklasse führte er den SV im Sommer zum größten Erfolg in 40 Jahren. Auf seine neue Aufgabe freut sich Ostner sehr: „Das ist eine ungemein sympathische Truppe, und es ist mir eine große Freude, mit den jungen Leuten zu arbeiten“, sagt er. „Ich habe auch nicht lange überlegt, als die Anfrage von meinem Heimatverein kam.“ Diesen hat Ostner in den vergangenen Wochen mehrmals beobachtet. „Ich hatte ja Zeit.“ Aufgefallen ist ihm vor allem, wie technisch beschlagen das Team ist. „Das ist eine sehr talentierte Mannschaft.“ Doch das Ziel ist nur eines: in der Kreisliga bleiben. „Darauf liegt absolut der Fokus.“ In den kommenden Wochen will Ostner sich in kleinen Gruppen mit den Spielern treffen. „Mir ist der persönliche Kontakt wichtig. Und nur mit einem großen Zusammenhalt können wir den Klassenerhalt schaffen.“ Die Mannschaft trainiert den Winter über nun mit SG-Leichtathletik-Trainer Hans Zenzinger, um die Beweglichkeit zu erhalten. Auch ein paar Hallenturniere stehen auf dem Programm. „Wir machen nach Weihnachten einen Leistungstest, und jeder bekommt ein individuelles Programm“, erklärt Ostner. „Mit dem Mannschaft-Training fangen wir dann sechs Wochen vor dem ersten Spiel an.“ Wichtig war Ostner, dass dann auch Scherer dabei ist. „Dass Felix als Spieler weitermacht, freut mich ungemein. Er hat eine super Arbeit gemacht.“ Co-Trainer bleibt Erwin Büchl. Die Leistung von Scherer stellt auch der Sportliche Leiter nicht infrage. „Er hat für die Umstände richtig gute Arbeit gemacht“, sagt Holzner. „Aber nach zweieinhalb Jahren gab es gewisse Abnutzungserscheinungen. Wir wollen neue Impulse setzten, damit die Mannschaft wieder konkurrenzfähig ist.“ Aktuell liegt die SG auf dem ersten Relegationsplatz mit einem Punkt Rückstand auf den sicheren zehnten Rang. „Für unsere Situation haben wir eh eine gute Punkteausbeute“, meint Scherer. „Bis auf die zwei Garmisch-Spiele waren alle Ergebnisse brutal knapp. Aber es ist viel mehr drin. Ich hoffe, dass mein Rücktritt neue Energie freisetzen kann.“ Gerade in dieser Saison, in der die Haushamer mit den Abgängen von Sebastian Hahn und Josef Sontheim (wir berichteten) sowie zahlreichen verletzungs- und berufsbedingten Ausfällen zu kämpfen haben, sei ein Trainer wichtig, der von außen einen Blick aufs Spiel habe und sich ganz aufs Trainieren konzentrieren könne, sagt der 25-Jährige. „Ich glaube, dass ich der Mannschaft so mehr helfen kann.“ Quelle: Miesbacher Merkur vom 17.11.2016