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17.01.2012 09:07 Alter: 15 yrs
Kategorie: Fußball

Bayerische U19- Hallenmeisterschaften

SG Hausham erweist sich als würdiger Ausrichter


Michael Zetterer spuckt in die Hände. So, als wolle er sagen: "Auf geht's." Aber er spricht es nicht aus. Überhaupt redet er wenig, wenn er auf dem Spielfeld steht, gibt kaum Kommandos. Dabei ist er Torwart, und die dirigieren normalerweise lautstark ihre Vorderleute. Aber Zetterer konzentriert sich aufs Spiel. Es sind schließlich nicht irgendwelche gewesen, die der 16-jährige aus Darching am Sonntag in der Landkreishalle in Hausham absolviert hat. Er stand zwischen den Pfosten der U19-Mannschaft der SpVgg Unterhaching - bei der Bayerischen Hallenmeisterschaft. Und Zetterer hat einen guten Job gemacht - einen sehr guten. Am Ende hat seine Mannschaft das Turnier gewonnen - zum dritten Mal nach 2001 und 2008. Für Zetterer ist der Titel doppelt schön. Zum einen spielt er eigentlich noch in der U17 der Spielvereinigung. Weil aber U19 Stammkeeper Sebastian Wolf derzeit verletzt ist, erhielt Zetterer seine Chance. Vor der Winterpause durfte er sogar dreimal in der A-Junioren-Bundesliga auflaufen. Der talentierte Fußballer macht sich gut bei einem der besten Ausbildungsvereine in der Region. Vor allem aber hatte er an diesem Wochenende fast ein Heimspiel. Und dadurch, dass er selbst und sein Team äußerst souverän aufgetreten sind, hatte er zwischen den Begegnungen eigentlich mehr Zutun als während. „Ich kenne wirklich viele Leute hier", sagt er, „und wenn man dann die Zetti-Zetti-Sprechchöre hört, macht das auf jeden Fall Spaß." Überhaupt gefällt ihm das Spiel in der Halle. „Das ist eine gute Abwechslung zur Vorbereitung draußen," sagt Zetterer. „Die Geschwindigkeit ist einfach extrem hoch." Unter diesen Bedingungen ist es besonders wichtig, die Übersicht zu behalten. Dass er diese Fähigkeit besitzt, hat Zetterer im Turnierverlauf eindrucksvoll bewiesen. Er agierte meist sogar als Libero hinter der Abwehr, führte den Ball, dirigierte die Mitspieler und - wenn es die Situation zuließ - spielte er auch den tödlichen Pass. Allein beim 7:0- Auftaktsieg gegen Memmingen leitete der junge Keeper auf diese Weise zwei Treffer ein. „Man sieht vor allem hier in der Halle, dass er technisch sehr stark ist“ betont Hachings Nachwuchskoordinator und Ex-Bundesligaspieler Manni Schwabl. Gerade in der heutigen Zeit sei das „sehr wichtig." Nach der Gruppenphase mit Siegen gegen Memmingen und Ingolstadt konnte im Halbfinale auch die SpVgg Greuther Fürth die Unterhachinger nicht wirklich fordern. Und im Endspiel spielte Zetterers Mannschaft so wie immer an diesem Tag: dominant. Mit einem Unterschied: Zetterer ballte nach jedem Treffer die Faust. Gleichwohl Ingolstadt gut dagegen hielt mussten sich die Schanzer am Ende mit 2:5 geschlagen geben. Für Zetterer bedeutet das: Fünf Spiele, fünf Siege, Bayerischer Hallenmeister und die Heimreise mit Pokal im Gepäck antreten. Und: „Ein Hammergefühl.“ SG Hausham erweist sich als würdiger Ausrichter Schlaflose Nächte hatte der vorsitzende des SG Hausharn Sepp Eham nicht ob der Organisation des Turniers. „Es ist schon schön für uns, so ein sportlich wertvolles Turnier ausrichten zu dürfen“,sagt er. Nur hätte er sich ausnahmsweise einmal schlechtes Wetter gewünscht. „Das", meint er. „hat uns schon einige Zuschauer gekostet." So fanden sich bei strahlendem Sonnenschein rund 400 Zuschauer in der Haushamer Landkreishalle ein. Bei ausreichend Kaffee und Kuchen, spannenden Spielen - Bayerns Topmannschaften, darunter 1860 München oder der FC Augsburg waren am Start - ließ sich aber auch das verkraften. Ein besonderer Dank galt der angrenzenden Anton Weilmeier Schule, die extra zwei Kabinen zur Verfügung gestellt und das Turnier „überhaupt erst möglich gemacht" hatte, betont Eham.
Quelle: Miesbacher Merkur vom 17.1.12Hier gibt es einige Bilder von Engelbert Hamm zu sehen!