Kategorie: Leichtathletik
Silberstreif am Horizont
CORONA-LOCKERUNGEN - Diese Regeln gelten ab einer Inzidenz unter 100 oder 50 – Öffnungsvorbereitungen laufen
Nach Monaten ohne Möglichkeit der gemeinsamen sportlichen Betätigung scharrt die Sportfamilie im Landkreis Miesbach mit den Hufen. Seit Dienstag gibt es – wenn auch nicht zum ersten Mal – einen Silberstreif Hoffnung am Horizont: Auch der Sport soll von den geplanten, inzidenzabhängigen Lockerungen im Freistaat endlich profitieren.
Sobald der 7-Tage-Wert stabil – also fünf Tage in Folge – unter 100 oder gar 50 liegt, ist wieder an halbwegs normalen Sport, wie man ihn aus der Zeit vor der Pandemie kennt, zu denken. Die Lockerungen treten laut Bekanntgabe der Staatsregierung frühestens am Montag, 10. Mai, in Kraft, im Landkreis wohl erst später. Eine Übersicht.
Die aktuellen Regeln
Derzeit gelten im Landkreis wie im ganzen Freistaat strikte Einschränkungen beim Sport. Im Freien ist nur kontaktfreier Individualsport, etwa Tennis oder Golf, mit dem eigenen Hausstand oder maximal einer weiteren Person erlaubt. Für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren ist ein Training in Kleingruppen (maximal fünf Personen) möglich, die Übungsleiter müssen einen tagesaktuellen, negativen Schnelltest vorweisen. Hallensport ist verboten. Für Kaderathleten gilt eine Ausnahme, in der Region sind sie in der Landkreis-Halle in Hausham aktiv.
Inzidenz unter 100
Sobald die Inzidenz stabil unter 100 liegt, greifen weitreichende Lockerungen. Im Freien ist dann, Stand Mittwochnachmittag, normales Mannschaftstraining ohne Gruppen- oder Altersbeschränkungen möglich. Auch der Hallensport wäre wieder freigegeben, allerdings nur kontaktfrei. Für In- wie Outdoor gilt: Mannschaftssport ist nur mit einem tagesaktuellen, negativen Schnelltest oder einer kompletten Impfung, die ab heute mit einem negativen Test gleichgesetzt ist, möglich.
Inzidenz unter 50
Fällt die Inzidenz stabil unter den Wert von 50, fällt die Testpflicht für die Teilnahme am gemeinsamen Training weg. Kontaktsport wäre dann auch wieder in der Halle erlaubt.
So geht es weiter
Von einem Wert unter 100 ist die Inzidenz im Kreis Miesbach noch ein gutes Stück entfernt. Sportliche Lockerungen in der kommenden Woche scheinen unwahrscheinlich, vermutlich könnten diese frühestens mit einer Woche Verzögerung am 17. Mai eintreten. „Dass es so schnell geht, damit haben wir nicht gerechnet“, sagt Landkreis-Sportreferentin Sabine Kirchmair auf Anfrage. Sie habe etwa das Ende der Pfingstferien Anfang Juni im Blick gehabt.
Panik bricht bei Kirchmair nach der Ankündigung der Staatsregierung nicht aus. „Wir haben vorgearbeitet und sind vorbereitet für den Tag X.“ Deshalb wolle die Sportreferentin die Landkreis-Hallen so bald es möglich ist freigeben und auch über die Ferien offenhalten. „Die Sportler müssen endlich wieder ihren Sport ausüben dürfen.“ Wie es die erstellten Belegungspläne vorsehen. Die genauen Rahmenbedingungen, vor allem für den Hallensport, sind dabei noch nicht endgültig geklärt. Das Rahmenhygienekonzept stammt aus dem vergangenen Jahr, könnte aber noch angepasst werden.
Natürlich kann die Sportreferentin nur über die Öffnung der Landkreis-Hallen entscheiden. Darüber hinaus sind die kommunalen oder privaten Träger zuständig. Dass alle Hallen im Landkreis mit einer stabilen Inzidenz unter 100 direkt öffnen, scheint nahezu ausgeschlossen. „Verschiedene Hallen werden noch anders genutzt.“ Sie fungieren beispielsweise als Ausweichorte für die angeschlossenen Schulen, etwa für die bald anstehenden Abschlussprüfungen. Diese sollen nicht durch Sport in den Hallen gefährdet werden. Aber: „Was frei ist, wollen wir freigeben“, betont Kirchmair.
Für die aktuelle und auf Sicht bestehende Testverordnung vor dem gemeinsamen Sport empfiehlt die Sportreferentin, das Angebot mit QR-Code anzunehmen. Man erhalte das Ergebnis nach wenigen Minuten und habe es auf dem Smartphone parat. Das Ergebnis müsse bei einer Kontrolle vorgezeigt, aber nicht im Vorfeld an das Landratsamt geschickt werden.
Quelle: Miesbacher Merkur vom 6.5.2021

