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< Haushamer erobern die Stockerlplätze
04.02.2013 11:43 Alter: 14 yrs
Kategorie: Volleyball
Kategorie: Volleyball
Herbe Rückschläge für das Damenteam im Aufstiegskampf
Nach teils unnötigen Niederlagen Kampf um Platz 2 wieder völlig offen
Nachdem bereits am vorherigen Spieltag die deutliche 0:3-Niederlage gegen die in der Liga mittelmäßige Mannschaft vom SV Altötting den Kampf um Platz 2 spannend gemacht hat, ging es am vergangenen Samstag gegen das aufstrebende junge Team aus Eiselfing und den Tabellenführer aus Rosenheim. Beim ersten Spiel gegen die jungen Eiselfingerinnen war man bereits durch die vorangegangen Ergebnisse des Teams gewarnt: Den Tabellendritten und -vierten geschlagen und eine knappe Niederlage gegen Rosenheim ließen aufhorchen. Trotz gutem Beginn der Haushamer Damen ging der erste Satz gegen die sehr stark aufspielenden Gegner verloren. Im 2. Satz gelang der SG Hausham nahezu Alles, so dass der 1:1 - Satzausgleich hergestellt werden konnte. Im 3. Satz schien es, als ob man den dynamischen Gegner mehr und mehr im Griff hatte. Eine 13.10-Führung ließ hoffen, auch diesen Satz zu gewinnen. Trotz der scheinbar eingeleiteten Wende im Spiel, die eigentlich Sicherheit und Selbstbewusstsein erwarten lässt, war das Spiel der Haushamerinnen wie abgeschnitten. 8 völlig unnötige Punktverluste und eine Spielweise, die mit modernem und technischem Volleyballsport nichts mehr zu tun hatte, brachte die SG Hausham in Rückstand. Dabei wurden Aufschläge vom Gegner direkt zurückgepritscht, ebenso wie so genannte 2. Bälle ohne jegliche Motivation und Taktik ins gegnerische Feld oder gar ins Netz gespielt wurden. Selbst bei guten Pässen auf die Außenangreifer wurde mit beängstigend nachhaltig falschem Bewegungsablauf viele Angriffschancen unnötig vergeben. Es wirkte fast motivationslos, wie der 3. Satz ohne größere Gegenwehr noch verloren ging. Die fast logische Konsequent war, dass die Eiselfingerinnen ihrerseits an Selbstbewusstsein gewannen, so dass ihnen im 4. Satz fast Alles gelang, auch jeder riskante Aufschlag oder Angriff nach Belieben gelang. So war es wirklich schwer, eine erneute Wende herbeizuführen. Die 1:3 - Niederlage schien trotz wiedergefundenem Kampfgeist nicht mehr abzuwenden. Beim 2. Spiel wollte man sich ohne Vorbelastung der vorangegangenen Niederlage der durchaus reizvollen Aufgabe stellen, den Tabellenführer zu schlagen. Tatsächlich konnte das Spiel lange Zeit offen gehalten werden. Ein Spiel auf hohem Niveau mit spektakulären Angriffs- und Abwehraktionen forderten beiden Kontrahenten Alles ab. Jedoch verbuchten die Rosenheimerinnen durch die jeweils am Satzende erzielten „big points“ die ersten beiden Sätze für sich. Nach dem 0:2 - Rückstand und durch den stark dezimierten Spielerkader, der nur wenige Spielerwechsel ermöglichte, versuchte Trainer Silver Veit, durch die Änderung des Spielsystems von 4-2 auf 5-1 mit nur einem Zuspieler dem Gegner Paroli zu bieten. Nach anfänglichen Umstellungsschwierigkeiten funktionierte das Spielsystem überraschend gut, so dass der 1:8 - Rückstand sogar mit Spielstand 16:16 ausgeglichen werden konnte. Wer dachte, dieser Lauf der Haushamerinnen bringt die Wende im Spiel, sah sich getäuscht. Einige Spielerinnen ließen sich von dem bereits egalisiertem Rückstand so verunsichern, dass sie den neuen Schwung im Team gar nicht zu bemerken schienen. Auch hier waren völlig unnötige Fehler die Ursache, dass der Schwung der SG Hausham wieder gebremst wurde. Gegen Ende des Satzes war es zu spät, als wieder alle an einem Strang zogen und sich mit Kampfgeist der anstehenden Niederlage erwehrte. Der knappe Satzverlust und das so letztendlich verlorene Match enttäuschte Trainer Silver Veit insbesondere wegen der leichtfertig vergebenen Chancen: „Wir müssen noch lernen, uns bei schlechten Spielphasen nicht über die Fehler zu ärgern, weder über die eigenen, noch über die der Mitspielerinnen. Vielmehr muss dann erst recht jede Einzelne konzentriert weiterspielen und das Vertrauen zu den Mitspielerinnen aufrechterhalten. Dann gewinnen wir auch solche Spiele.“ Einen deutlichen Aufwärtstrend nach vergangener Formkrise ließ Kapitänin Elena Straßer erkennen, die insbesondere am Netz durch viel Einsatz den Gegnern die Stirn bot. Beste Spielerin bei der SG Hausham an diesem Tag war durch ihre konstante Leistung Zuspielerin Carola Höppner. Sie brachte nahezu jeden Angriff durch, war sehr konzentriert im Spielaufbau und ihre vielen direkten Punkte durch aggressive Blocks hielten ihre jeweiligen Netzgegnerinnen in Schach. Am letzten Spieltag müssen nunmehr beide Spiele gewonnen werden, um den 2. Platz zu sichern. Da wird dann das Spiel beim Tabellendritten Winhöring zum Endspiel. Zudem darf man sich aber auch keinen Patzer mehr gegen Altötting leisten. Die 0:3 - Niederlage im Hinspiel sollte Warnung genug sein. Das gute an der Tabellensituation ist nach wie vor, dass man den Aufstieg immer noch aus eigener Kraft mit zwei Siegen bei den letzten beiden Punktspielen schaffen kann. Bei der damit erreichten Relegation müssen dann natürlich die Kontrahenten ebenfalls bezwungen werden.

