SG Hausham

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11.08.2017 16:45 Alter: 9 yrs
Kategorie: Leichtathletik

In fünf Disziplinen top

Neuer Platzrekord beim Werfertag der SG Hausham - 52 Athleten trotzen Regen - Sieg geht an Sabrina Zeug


Irgendwann ist es egal. „Wenn man nass ist, ist es wurscht“, sagt Sabrina Zeug. Nässer als nass geht eben nicht. Die Leichathletin von der SG Hausham und ihr Trainer Hans Zenzinger organisierten nun wieder den traditionsreichen Oberlandler Werfer-Fünfkampf und hatten heuer mit dem Wetter richtig Pech. „Ab Mittag hat es nicht mehr aufgehört zu regnen“, sagt die 25-Jährige. Den Wettkampf zogen die 52 Werfer dennoch durch, schließlich waren die Teilnehmer aus ganz Bayern angereist. „Nur einer hat in der Früh angerufen und sich erkundigt, ob es auch stattfindet“, erzählt Zeug. Neben den Athleten hatten zum Teil auch die 24 Kampfrichter eine weite Anreise. „Die machen das unentgeltlich“, sagt Zenzinger. „Die kommen zum Teil aus Mühldorf, Teisendorf und Plattling und zahlen sogar den Sprit selbst.“ Doch der Oberlandler Werfer-Fünfkampf ist etwas Besonderes. „Wir haben alle Altersklassen, das gibt’s sonst nirgends.“ So gingen in Hausham Sportler zwischen und 13 und 85 Jahren an den Start. Der Älteste war Eduard Bscheid vom TSV Unterhaching, die Älteste Brigitte Schmidt vom TSV Trauchgau mit 78 Jahren. „Eine besondere Ehre war für uns die Teilnahme von Birgit Kober“, sagt Zenzinger. Die dreifache Paralympics-Siegerin und Deutschlands Behindertensportlerin des Jahres 2012 ist schon seit einigen Jahren Gast in Hausham. „Ihre Leistungen waren enorm“, sagt Zenzinger. Mit der Kugel erzielte Kober 11,32 Meter, mit dem Diskus 23,54 Meter, mit dem Speer 20 Meter und mit dem Schleuderball 26,08 Meter. Im Steinstoß gelangen der 46-Jährigen vom TSV 1860 München 6,98 Meter. Der Sieg in der Frauen-Klasse ging an Zeug. Die Deutsche Meisterin im Steinstoß musste aufgrund des verkürzten Anlaufs auf eine neue Rekordweite verzichten, kam aber noch auf gute 11,83 Meter. Nach dem ihr der Diskus aufgrund des Regens zwei Mal weggerutscht war, kam Zeug beim dritten und letzten Versuch auf 39,40 Meter. Mit der Kugel warf sie 12,73 Meter und mit dem Speer 38,14 Meter. Einen guten Tag hatte die zweite Haushamerin, Christina Stumböck, erwischt. Die U20-Athletin belegte bei den Frauen Rang zwei. Sie hatte acht Punkte Vorsprung auf die Drittplatzierte, die Bayerische Meisterin im Hammerwurf Anna Arlt (Stadtwerke München). Stumböck warf mit dem Schleuderball eine neue persönliche Bestleistung von 41,23 Metern. Auch die 38,14 Meter mit dem Diskus und die 10,08 Meter im Steinstoß können sich sehen lassen. Eine Klasse für sich war einmal mehr Christian Zimmermann. Der mehrfache Bayerische und Süddeutsche Meister vom Kirchheimer SC gewann die Männer-Wertung zum dritten Mal in Folge und darf nun den Wanderpokal behalten. Bei Kugel (16,85 Meter), Speer (48,67) und Diskus (51,64) machte ihm Platzregen einen Strich durch bessere Weiten. Beim Steinstoß und Schleuderball konnte Zimmermann dann bei Nieselregen zeigen, was in ihm steckt: Die 10,92 und 71,08 Meter waren neue Platzrekorde und zugleich Deutsche Spitzenwerte bei den Männern. Der 23-Jährige verbesserte zudem den 20 Jahre alten Platzrekord von Norbert Demmel (TSV Unterhaching) um 20 Punkte auf 3735 Zähler. Nach sechs Stunden Ringen mit dem Wetter war der Wettkampf zu Ende. „Alles war vorbei, und es hat zum Regnen aufgehört“, sagt Zeug und lacht. So aber fand zumindest die Siegerehrung im Trockenen statt. Foto!Quelle: Miesbacher Merkur vom 11.8.2017