Damen 1 auf dem Vormarsch
Zwei deutliche Siege in Höhenkirchen lassen alle Möglichkeiten offen
Nach drei verlorenen Spielen anhand einer erkannten Entwicklung zu behaupten, dass die junge Mannschaft am Ende als Meister direkt aufsteigen wird, kann wohl nur von einem Verrückten kommen… oder von einem Volleyballverrückten, der schon viel erlebt hat, wie z. B. der Trainer der Damenmannschaft der SG Hausham, Silver Veit. „Um unseren 25 Mädels ein Maximum an Spielpraxis für einen mittel- und langfristigen Aufbau zu bieten, haben wir 3 Mannschaften gebildet: Damen 1, Damen 2 und die A-Jugend.“ Das Pilotprojekt des BVV erlaubt Jugendspielerinnen als Sonderregelung, in beiden Damenmannschaften beliebig spielen zu dürfen, wenn sie in der 2. Damenmannschaft gemeldet sind. Da wir nächstes Jahr ausbildungsbedingt fast 10 Spielerinnen ersetzen müssen, wollen wir den Nachrückern die Gelegenheit bieten, sich durch Einsätze in der 2. Mannschaft Spielpraxis zu verschaffen und in die Gemeinschaft einzugliedern. Um die Spielfreude zu erhalten, soll diese Mannschaft bei Bedarf durch die starken A-Jugendspielerinnen ergänzt werden. Dieses Doppelspielrecht kann jedoch nach den Statuten des BVV nur angewandt werden, wenn die Jugendspielerinnen die ersten beiden Spiele für die 2. Mannschaft absolvieren, was am 1. Spieltag den Spielerkader von Damen 1 stark reduzierte. Dies haben wir bewusst in Kauf genommen, mit dem Wissen, das Feld von hinten aufrollen zu können. Dies hat das Team heute eindrucksvoll bewiesen, indem beide vor uns gelegenen Tabellennachbarn Höhenkirchen und Anzing deutlich mit 3:0 bzw. 3:1 bezwungen wurden. Im ersten Spiel gegen den Gastgeber Höhenkirchen gab es lediglich im 2. Satz eine schwierige Phase, bei der ausgerechnet die nervenstärkste Spielerin, Steffi Einicke, mit einigen ungenauen Pässen das Angriffsspiel zum stocken brachte. Zum Glück ließ der Trainer die vielseitige Spielerin Aliena Corsepius am Anfang dieses Satzes auf der Bank, wodurch ein Wechsel auf dieser wichtigen Position erst möglich wurde. So konnte ein 2:7-Rückstand schnell aufgeholt und der Satz gedreht werden. Ähnliche Vielseitigkeit zeichnet Carolin Veit aus, die die fehlende Mittelblockerin Elena Straße auf ihrer Position ersetzen musste und mit vielen Blocks den Gegnern die Stirn zeigte, sowie auch Daniela Schubert, die diesmal als Zuspielerin ins kalte Wasser geworfen wurde und eine sehr starke Leistung bot. Beste Spielerin des Tages allerdings war Neuzugang Carola Höppner, die nach Einsätzen als Außenangreiferin und Zuspielerin nunmehr sogar auch als Mittelblockerin bewies, dass sie als Universalspielerin äußerst wichtig für die Mannschaft geworden ist.
