SG Hausham

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01.07.2016 15:29 Alter: 10 yrs
Kategorie: Leichtathletik

Sieben Zentimeter fehlen zum Podest

Süddeutsche Meisterschaft: Sabrina Zeug wird Vierte im Kugelstoßen - Läuferin Antonia Pflüger mit Schmerzen Sechste


Mit drei Spitzenplätzen haben die Leichtathletinnen der SG Hausham bei den Süddeutschen Meisterschaften in Heilbronn überzeugt. Allen voran Sabrina Zeug, die Platz vier im Kugelstoßen holte. Die 24-Jährige ging in der Hauptklasse der Frauen an den Start und zeigte, dass in dieser Saison wieder mit ihr zu rechnen ist. Nach einer Ellenbogenverletzung am rechten Wurfarm ist sie nun fast schmerzfrei - und dies beflügelte die Haushamerin zu einem starken Auftritt im Kugelstoß-Finale. Mit 13,81 Metern schaffte sie eine Saisonbestleistung, verpasste aber am Ende das Siegerpodest - sie wurde Vierte. Nur sieben Zentimeter fehlten ihr zur angestrebten Bronzemedaille, die sie bis zum fünften Finalversuch in der Tasche hatte. Knapp übertroffen wurde sie als beste Bayerin von Aline Hessel vom TSV Schott Mainz mit 13,88 Meter (Platz drei), während Alina Kenzel vom VfL Waiblingen mit 16,83 Metern den Titel vor Katharina Maisch (TuS Metzingen, 15,67 Meter) gewann. „Bronze wäre schon die Sensation gewesen, aber ich bin dennoch sehr zufrieden“, sagt Zeug. „Angesichts der Verletzung am Ellenbogen überwiegt doch die Freude über die Weite.“ Schlechter waren die Voraussetzungen beim Diskuswerfen. Wegen des schlechten Wetters wurde der Wettbewerb zwei Mal verschoben, um insgesamt eineinhalb Stunden. „Die Spannung zu halten, war nicht einfach“, sagt Zeug. „Deshalb konnte ich mein Leistungsvermögen nicht ganz abrufen.“ Am Ende sprang Platz sechs heraus mit 43,75 Metern - als zweitbeste Bayerin. Gold ging an Julia Bremser von der hessischen LSG Goldener Grund Selters/Taunus mit 53,30 Metern. Im Speerwurf - die dritte Disziplin der Haushamerin - holte Zeug Platz zehn mit 42,37 Metern. Für das Finale der besten acht Athletinnen hätte sie schon eine absolute Bestleistung schaffen müssen, womit bei den schweren Windverhältnissen auch die amtierende Weltmeisterin Christina Obergföll von der LG Offenburg mit 59,74 Metern ihre Probleme hatte. Mit großem Pech hatte in der Klasse der weiblichen Jugend U18 Antonia Pflüger zu kämpfen. Mit 12,35 Sekunden gewann sie ihren 100-Meter-Vorlauf klar, doch beim Einlaufen für den Zwischenlauf kam es zu einem kleinen Unfall: Ein anderer Läufer übersah sie und rannte sie förmlich über den Haufen. Mit einer aufgeschürften Schulter, Kratzer am Rücken und an der Wade und Schmerzen an den Schienbeinen biss sie in der Zwischenrunde die Zähne zusammen und steigerte sich erneut auf 12,33 Sekunden. Belohnt wurde sie dafür mit dem Einzug in das Finale. Geplagt von ihren Schmerzen, kam sie im Endlauf allerdings nur als Letzte aus dem Startblock. Auf der Strecke zeigte sie aber enorme Kämpferqualitäten und überquerte nach 12,30 Sekunden als Sechste das Ziel. Dabei fehlte ihr nur eine Zehntelsekunde zur Bronzemedaille - hinter Gegnerinnen, die sie allesamt heuer schon geschlagen hatte. Gold ging an Denise Uphoff vom württembergischen TSV Gomaringen mit 11,87 Sekunden vor Jennifer Zuban vom hessischen TSV 05 Remsfeld mit 12,05 Sekunden. Die Haushamerin kann dennoch weiteren Herausforderungen in dieser Saison positiv entgegenblicken, zumal sie nun schon mehrmals die Qualifikationsnorm zur Deutschen Meisterschaft erreicht hat. In Heilbronn war dies drei Mal der Fall, dass sie die geforderten 12,50 Sekunden klar unterbot. Quelle: Miesbacher Merkur vom 1.7.2016