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< Haushamer Damenteam auf dem Vormarsch
04.12.2012 09:50 Alter: 14 yrs
Kategorie: Volleyball
Kategorie: Volleyball
Tabellenführung nach 7 Siegen in Serie
Verrückte Aufstellungsvarianten hielten Mannschaft im Spiel
Bestens gelaunt gehts in die Winterpause. Steffi Einicke und Daniela Schubert als Mittelblocker? Dass diese Aufstellungsvarianten irgendeinen Sinn ergeben könnten, würde Jeder anzweifeln, der die Mannschaft kennt… dass diese in teils entscheidenden Phasen noch dazu gegen zwei der stärksten Mannschaften in der Liga die Wende brachten, wohl erst recht. Aber wie das möglich war, ist dem nachstehenden Bericht zu entnehmen: Als erstes Spiel des Tages stand das Rückspiel gegen Ostermiething auf dem Plan. Hier galt es, sich für die Hinspielniederlage zu revanchieren. Diese mussten damals die Haushamerinnen in Ostermiething (Österreich)hinnehmen, mit denkbar knapp verlorenen Sätzen. Gleich zu Beginn war klar, dass sich dieses Unterfangen schwierig gestalten würde. Nach einigen guten Flatteraufschlagen der Gegnerinnen, die von den Haushamer Damen mit der falschen Technik angenommen wurden, sah man sich einem 2:6 - Rückstand gegenüber. Nach einer Auszeit stellte man um auf oberes Zuspiel in der Annahme und prompt konnte man den Lauf der Aufschlägerin unterbrechen. Leider gesellten sich jedoch weitere Schwächen dazu, insbesondere in der Abstimmung beim Spielaufbau, so dass der erste Satz dann doch noch verloren ging. Den zweiten Satz begannen die Haushamerinnen ihrerseits mit platzierten Flatteraufschlägen, die nunmehr die Ostermiethinger vor Probleme beim Spielaufbau stellten. Carola Höppner und Franziska Holtz gelangen immer wieder Serien von bis zu 8 Punken in Folge! Jetzt kamen auch die variablen Angriffe mehr und mehr ins Laufen. Carolin Veit und Carola Höppner spielten sich dabei als Zuspielerinnen häufig die Bälle gegenseitig „über Kopf“ zu. Diese Angriffsvariante war fast immer von Erfolg gekrönt. Dem Lauf hatten die Ostermiethinger zwei Sätze lang Nichts entgegenzusetzen, so dass sich die Haushamerinnen eine 2:1 - Führung erkämpfen konnten. Leider schlichen sich im 4. Satz dann wieder die „alten“ Schwächen bei der Annahme der Aufschläge und bei einfachen Abwehrbällen ein, so dass bei einem Satz-Stand von 2:2 der Tie-Break entscheiden musste. Zum richtigen Zeitpunkt klappte der Spielaufbau wieder, so dass auch wieder gute Angriffszüge vorgetragen werden konnten. Da die Haushamerinnen, obwohl erst aufgestiegen, wohl über den besten Block der Liga verfügt, wurden die Angriffe der Gegner häufig zu direkten Punkten für die SG. Ein verdientes 15:10 ergab dann ein schwer erkämpftes 3:2 gegen Ostermiething. Der zweite Gegner Winhöring hatte bisher erst ein Spiel verloren und schlug dabei sogar Tabellenführer Rosenheim, die wiederum den Haushamerinnen eine von zwei Niederlagen zugefügt hatten. Es galt bei diesem Spiel vor Allem Rosa Wist, die beste Angreiferin der Liga, irgendwie in Schach zu halten. Coach Silver Veit achtete bei der Aufstellung darauf, dass Carolin Veit und Miriam Nürnberger dieser Ausnahmespielerin am Netz gegenüber waren, um die Blockstärke der beiden zu nutzen. Tatsächlich gelang es einige Male, Rosa Wist zu blocken bzw. den Raum so abzudecken, dass die Angriffsschläge mit der Zeit leichter zu antizipieren waren. Der Spielverlauf war dennoch nichts für schwache Nerven: Zunächst die 2:0-Führung für die Haushamer Damen. Dabei konnte sich auch in schwierigen Phasen Daniela Schubert auf der ungewohnten Position als Mittelblockerin sehr gut behaupten. Danach folgte ein unverständlicher Einbruch, der zum 13:25 Satzergebnis führte. Im 4. Satz gab es einige Matchbälle für Hausham, die leider nicht verwertet werden konnten, bis der Satz mit 26:28 verloren gegeben werden musste. Auch hier musste der Tiebreak entscheiden. Beim Rückstand von 5:7 war die Situation noch sehr kritisch. Bei dem folgenden, hart umkämpften Ballwechsel behielt die SG Hausham die Oberhand und Mittelblockerin Lisi Bartl, die am Netz viel rackern musste, kam etwas außer Atem zum Aufschlag. Silver Veit wollte in dieser entscheidenden Phase in diesem harten Kampf eine frische Kraft bringen. Er sah auf der Bank Zuspielerin Steffi Einicke mit erwartungsvollem Blick und wechselte sie spontan ein - allerdings zur Überraschung Aller als Mittelblockerin… einfach um ihre kontrolliert offensiven Aufschläge ins Spiel bringen zu können. Den Mut zu diesem Wechsel belohnte Steffi Einicke mit 4 Punkten in Folge durch sehr platzierte Aufschläge zu einer 10:7-Führung, die bis zum 15:9 Endergebnis heimgeschaukelt werden konnte. So avancierte Steffi Einicke letztendlich als Mittelblockerin zum Matchwinner! Über die beiden Spiele gesehen war jedoch Carolin Veit die konstanteste und auffälligste Spielerin mit vielen Blocks, platzierten Angriffen und viel Einsatz in der Abwehr. Ostermiething erwies sich dann ein weiteres Mal als Favoriten-Schreck, indem die Österreicherinnen gegen Winhöring 3:2 gewinnen konnten. Somit hat Winhöring insgesamt 3 Mal verloren und liegt nunmehr hinter der SG Hausham. Besser konnte es demnach für die Haushamer Mädels an diesem Spieltag nicht laufen, so dass der Aufstieg nach wie vor in Reichweite ist.

